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Deutsch-Polnisches Forschungsinstitut
am Collegium Polonicum in Słubice

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Bertolt Brecht und die Liebe. Sein Leben und Werk in „schwierigen Zeiten“

Bertolt Brechts Dichtung ist eine über die Liebe: zum Menschen, zu einem friedlichen und gerechten Leben, zu den Nachgeborenen, zur Natur. Und es ist große Dichtung über Liebende. Brecht beschreibt seine Liebenden in unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationen, oft in „schwierigen Zeiten“. Er variiert dafür die Formen, nutzt Gedichte, Lieder, Szenen in seinen Stücken und Erzählungen. Liebe kann bei Brecht Stoff, Thema, Motiv, Metapher sein. Für Brecht schafft der Liebende „Neues“.

Im Vortrag soll an Beispielen deutlich werden, wie Brecht in seinen Gedichten und Stücken verschiedene Perspektiven des „Neuen“ in der Liebe zeigt, abhängig von den gesellschaftlichen, für den Dichter selbst oft „schwierigen“ Bedingungen: So kann sich einer der ersten Liebe „nicht erinnern“; Polly und Lucy möchten beide mit Mackie Messer leben „wie die Tauben“. Nach dem frühen Tod von Margarete Steffin, Mitarbeiterin des Dichters, „taufte [der] / Den Orion am Himmel das STEFFINISCHE STERNBILD“ […]

Im Vortrag geht es, im Kontext zur Dichtung, auch um die persönliche Liebe des Dichters Brecht zu seinen Partnerinnen, darunter zu Paula Banholzer, Margarete Steffin und Helene Weigel. Lieder, Songs und Filmausschnitte sollen im Sinne Brechts dem „genussvollen Aneignen“ seiner Texte dienen.

Univ.-Prof*in (em.) Dr. habil. Gudrun Schulz studierte Germanistik an der Universität Potsdam; Promotion und Habilitation an der Akademie der Päd. Wissenschaften in Berlin. In den Jahren 1993-2004 war sie Universitätsprofessorin für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik an der Universität Vechta. Sie ist Autorin von mehreren Monografien, Herausgeberin und Verfasserin zahlreicher Aufsätze zur Literaturwissenschaft und -didaktik. Zuletzt erschien Kennst du Bertolt Brecht? Weimar: Bertuch Verlag 2013.

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Polsko-Niemiecki Instytut Badawczy w Collegium Polonicum w Słubicach

Deutsch-Polnisches Forschungsinstitut am Collegium Polonicum in Słubice

Am Collegium Polonicum in Słubice wurde als gemeinsame Einrichtung der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) das „Polsko-Niemiecki Instytut Badawczy w Collegium Polonicum w Słubicach – Deutsch-Polnisches Forschungsinstitut am Collegium Polonicum in Słubice” gegründet.

Das Institut ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die ausschließlich im Bereich von Wissenschaft und Forschung und nicht in der Lehre tätig ist. Im Institut werden wissenschaftliche Forschungsprogramme und –projekte durchgeführt, insbesondere im Bereich der europäischen Integration, der Grenzregionen sowie von internationalen und interkulturellen Aspekten in vergleichender Hinsicht. Zu diesem Zweck ist das Institut bestrebt, an nationalen und internationalen Wissenschafts- und Forschungsprogrammen teilzunehmen, insbesondere an den Programmen der Europäischen Union. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschungstätigkeit werden auf nationalen wie internationalen wissenschaftlichen Konferenzen sowie durch wissenschaftliche Veröffentlichungen, insbesondere in der geplanten Zeitschrift des Instituts sowie der Schriftenreihe des Collegium Polonicum in Słubice vorgestellt und bekannt gemacht.

Wir laden Sie herzlich zum Anschauen des Filmmaterials über die wissenschaftliche Tätigkeit des Deutsch-Polnischen Forschungsinstituts.

 

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