Konferenz anlässlich des 35-jährigen Bestehens der deutsch-polnischen Grenzzusammenarbeit
Am 3. Februar 2026 fand im Collegium Polonicum die Konferenz der Grenzschutzbehörde „35 Jahre deutsch-polnische Grenzzusammenarbeit – Sicherheit ohne Grenzen“ statt. Die Konferenz begleitete die Eröffnung des neuen Sitzes der Grenzschutzstelle sowie des Deutsch-Polnischen Zentrums für die Zusammenarbeit der Grenz-, Polizei- und Zollbehörden in Słubice.
Im Verlauf der Konferenz fanden Vorträge und Präsentationen statt, in denen Projekte sowie Ergebnisse der Zusammenarbeit der Dienste aus Polen und Deutschland vorgestellt wurden. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche hochrangige Gäste teil, darunter, Jan Tombiński, Charge d'affaires der Republik Polen in Deutschland, Paweł Dąbrowski, Direktor des Departements für internationale Angelegenheiten und Migration im Ministerium für Inneres und Verwaltung, Arne Schlatmann aus dem Bundesministerium des Innern, René Wilke, Minister für Inneres und Kommunales des Landes Brandenburg, Robert Bagan, Hauptkommandant des Grenzschutzes, Monika Musielak, Kommandantin der Nadodrzański-Grenzschutzabteilung, Marek Cebula, Woiwode der Woiwodschaft Lubuskie sowie Sebastian Ciemnoczołowski, Marschall der Woiwodschaft Lubuskie.
Wie der kommissarische Direktor, Dr. Bartosz Jagura, betonte, ist das Collegium Polonicum ein idealer Ort, um das 35-jährige Jubiläum der deutsch-polnischen Grenzzusammenarbeit zu feiern:
„Das Collegium Polonicum als gemeinsame Einrichtung der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) hat von Anfang an einen grenzüberschreitenden Charakter. Es stellt eine zentrale wissenschaftliche Basis in der Region dar, deren Leistungen auch von den Angehörigen der Grenzschutzdienste genutzt werden. Absolvent*innen der am Collegium angebotenen Studiengänge finden zudem Beschäftigung auch in den uniformierten Diensten. Der grundlegende Unterschied besteht jedoch darin, dass der Grenzschutz die Aufgabe hat, Grenzen zu schützen, während im Collegium Polonicum danach gestrebt wird, diese ständig zu überschreiten – im wissenschaftlichen, didaktischen und kulturellen Sinne.“
Besonderes Interesse weckte der Vortrag von Dr. Dariusz Dymek von der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań „Gemeinsames Reagieren auf grenzüberschreitende Krisensituationen“. Es wurden die Ergebnisse eines Forschungsprojekts vorgestellt, das darauf abzielt, das grenzüberschreitende Krisenmanagement im deutsch-polnischen Doppelstadtgebiet zu stärken, indem das Potenzial der Künstlichen Intelligenz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den für das Krisenmanagement zuständigen Behörden untersucht wird.
Das Collegium Polonicum freut sich, Partner einer für die deutsch-polnische Zusammenarbeit so bedeutenden Veranstaltung zu sein.
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